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THE MISTAKE I AM

Galerie Rahmenatelier Pitsch Geissbühler Zofingen, 22. Februar 2013, 20.00 Uhr

The mistake I am

Noëlle-Anne Darbellay, Violine, Violinophon und Stimme
Samuel Stoll, Horn, Marschmusikwaldhorn und Stimme

Die jungen Musiker verbindet das Interesse an Musiktheater, Improvisation und Performance sowie am Überschreiten der instrumentalen Grenzen durch Stimme oder Umbau des Instrumentes. So bedienen die Ventile des „mutierten Marschmusikwaldhorns“ verschieden lange Gartenschläuche, die im Raume verteilt sind; Jean-Luc Darbellay arbeitet mit den sich daraus ergebenden Färbungen des Klanges. Moritz Müllenbach exponiert die Kraft dieses Instrumentes: "Mittendrin kämpft eine Violine um Gehör und ermutigt zu einem Dialog, in welchem die Signalhörner schliesslich ihre skurrile und melancholische Seite entdecken." Stefan Wirth verwendet Violine und Horn nicht so sehr als duettierende Partner, sondern als einen einzigen, vielschichtigen Klangkörper: das eine Instrument bewegt sich z.B. auf den Obertönen des anderen. Benedikt Hayoz befasst sich mit dem Ideal von Meisterschaft, an dem man kläglich scheitern muss, wenn man nicht auf die inneren Ideen hört. Bei Manos Tsangaris liest man: "Vielleicht hat die Liebe ja wie ein Blitz eingeschlagen. Das wünschen wir uns manchmal, als ob dann alles so einfach wäre. Der Mensch zündet sich (ist er da selbst gemeint?) in der Nacht ein Licht an. Es geht um Erleuchtung, und die ganze Welt macht mit! (Sonst gälte es ja nicht.)" Das Werk des Engländers Stephen Crowe ist eine Art Rache, denn das Duo fand das ursprüngliche Stück zu brav und forderte etwas Verrücktes, etwas, was einem nur im Rausch einfällt. Der Pole Aleksander Gabrys schreibt: "Bestiarium ist eine Musik-Psycho-Szene, in der Artikulationen, Gesänge, Gespräche mit sich selber, zwischen den Ausführenden und mit dem Publikum zu einer Reflexion über das eigene Sein führen sollen. Was sind die Bestien in uns?" Die Komposition des Russen Georgy Dorokhov andererseits geht zurück zu den Anfängen der digitalen Technik. Das Programm fasst die Werke in ein Ganzes, um damit den traditionellen Konzertabend aufzulösen. Dazu tragen auch mehrere Interventionen (Video, Sound u.a.) der Künstler Francisco Sierra und Camillo Paravicini bei. Die Interventionen und die Kompositionen gehen dem Fehler nach, den ein Individuum in der heutigen Gesellschaft darstellen kann.


Moritz Müllenbach (CH, *1980)
„STRUKT2 surround 4.1“ für Violine und Horn (2011)

Stefan Wirth (USA/CH, *1974) 
Lunules électriques für Violine und Horn (UA, 2012)

Benedikt Hayoz (CH, *1984)
„Meisterhaft!“ für Violine, Horn und Stimmen (UA, 2012)

Manos Tsangaris (D, *1956)
„Guten Tag, wie heissen Sie ...“, Gedicht für Violine, Horn und zwei Stimmen (2011)

Georgy Dorokhov (RUS, 1984-2013)
„counter-exposition-I“ für  zwei CD's & zwei Bögen (UA, 2012)

Jean-Luc Darbellay (CH, *1946)
„Arboroso“ für Marschmusikwaldhorn und Violinophon (UA, 2012)

Stephen Crowe (GB, *1979)
„crazy bitch fantastic“ für Nicht-Geiger und Stimme (UA, 2012)

Aleksander Gabrys (PL, *1974)
„Bestiarium“ für Violine, Horn und Stimmen (UA, 2012)

Noëlle-Anne Darbellay (*1980) studierte bei Karen Turpie in Utrecht und Stefan Muhmenthaler in Genf. Seither Assistentin für neue Musik. Auftritte als Solistin u.a. an den ISCM World New Music Days, "Music Documents" Tokyo, Philharmonie Luxemburg, Musiksommer Ernen. Rege Aktivität als Kammermusikerin und Gast u.a. beim Kammerorchester Basel, Nouvel Ensemble Contemporain, Chaarts.
Samuel Stoll (*1979) studierte bei Jakob Hefti in Luzern und Experimentelles Musiktheater bei Georges Aperghis in Bern. Freiberuflicher Musiker und Performer. Regelmäßiger Gast beim Klangforum Wien, Kammerensemble Neue Musik Berlin, Collegium Novum Zürich, ensemble linea, ensemble adapter, ensemble chronophonie.
Performances als Duo Darbellay/Stoll u.a. im Kunstmuseum Solothurn, Museum für Gegenwartskunst Basel, Kunstmuseum Thun, Art Space Rondeel Maastricht, Wilhelm-Hack-Museum Ludwigshafen, Brunel University London, Kunstmuseum Bern, Volksroom Brüssel.  

Konzertpatronat:

Ramseier & Partner
Vermögensverwaltung
3011 Bern

www.ramseier-partner.ch

22. Februar 2013, 20.00 Uhr, Galerie Rahmenatelier Pitsch Geissbühler Zofingen

Konzert inkl. Getränke CHF 40.– ---> TICKETS BESTELLEN

Beschränkte Platzzahl, bitte frühzeitig reservieren!

Veröffentlicht: Mittwoch, 16. Januar 2013, 23:15 Uhr | Alter: 6 Jahre
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